"Am tollsten fand ich, dass diese Professionalität mit großer
menschlicher Wärme gepaart ist"
Meine Erfahrungen mit der
Drei-Termine-Therapie:
Vor fünf Wochen surfte ich im Internet auf der Suche nach Menschen, die
das selbe Problem haben, wie ich. Heute vor einer Woche hatte ich meinen
T3 und morgen fahre ich zum ersten mal seit vielen Jahren völlig gelöst
und mit einem Lächeln auf den Lippen in den Urlaub.
Aber zurück zu dem Zeitpunkt vor fünf Wochen. Ich war an einem Punkt
angelangt, an dem alles Verdrängen und Verstecken nicht mehr
funktionierte. Ein offenes Lachen war nicht möglich, Essen war schwierig
und das Reden mit meinen Mitmenschen habe ich auf ein nicht zu
umgehendes Mindestmaß beschränkt.
Auf meiner Suche im Internet stieß ich auf die GDO-Seite und konnte kaum
glauben, was ich las. Nicht nur, dass ich nicht alleine war mit diesem
Problem, nein, es gab sogar eine Lösung, welche hieß
Drei-Termine-Therapie. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich diese Seiten
gelesen habe, bevor ich allen Mut zusammen nahm und zum Telefon griff.
Mit Frau Herold war mein erster Gesprächspartner nicht nur einfach
jemand, der nett und verständnisvoll war, sondern ich wusste, dass sie
als ehemalige Patientin einmal vor dem selben Problem stand. Und
plötzlich war das große Geheimnis auch schon aus mir heraus als ich ihr
erzählte, dass ich seit 23 Jahren nicht mehr beim Zahnarzt war. Dies war
der entscheidende Moment in den vergangenen fünf Wochen. Der Druck war
von mir gefallen und ich hatte mich jemandem anvertraut, der ohne große
Worte mitfühlender gar nicht sein konnte, weil er es selber erlebt
hatte.
Sehr schnell bekam ich einen Termin für das erste Gespräch bei Dr. Leu.
Dieser war für mich der Schlimmste der drei Termine. Mein HAF war 52.
Ich stand sehr lange vor der Praxistür, ehe ich überhaupt den Mut fand,
zu klingeln. Dr. Leu erklärte mir, was alles gemacht werden musste und
das war schon sehr ernüchternd. Aber so langsam kam auch das Gefühl, mir
wird geholfen und ich muß nicht länger so durchs Leben gehen. Jetzt
einen Rückzieher zu machen, kam gar nicht in Frage. Das hätte ich mir
nie verziehen.
Mein Ansprechpartner am Telefon war nun Frau Dettmann, die für mich den
OP-Termin koordinierte und mit viel Geduld all meine Fragen
beantwortete. Meine Aufgabe war nun, die finanzielle Seite zu regeln.
Der OP-Termin lag nur 12 Tage nach T1. Die Gedanken kreisten immer
wieder zu diesem Termin. Als endlich der Tag gekommen war, war ich nur
froh, dass die Warterei ein Ende hatte.
Empfangen wurde ich vom Anästhesisten und dann begrüßte mich Dr.
Eisenberg, der mich operierte. Natürlich war ich sehr aufgeregt und
froh, dass mein Mann dabei war. Ich war kaum in der Lage, noch
anstehende Fragen zu beantworten. Es ging dann auch alles sehr schnell
und unkompliziert. Die sehr freundliche Anästhesie-Schwester versorgte
mich mit den nötigen Zugängen und die Zahnarztschwester beruhigte mich
und sprach mir Mut zu. Von da an habe ich dann nichts mehr mitbekommen.
Als ich wieder zu mir kam, war alles vorbei. Meine Zunge erforschte
sofort meinen Mund und sehr froh war ich über das Provisorium, welches
zumindest seine optische Aufgabe erfüllte. Ich erfuhr, dass die OP
länger dauerte, da eine sehr große Zyste entfernt werden musste.
Ansonsten verlief alles nach Plan und nun erlebte ich selbst, was viele
Patienten beschrieben haben. Ich hatte keinerlei Schmerzen oder
Schwellungen und auch in den Tagen danach brauchte ich keine
Schmerztabletten.
Nach der fünfstündigen Narkose war ich noch etwas wackelig auf den
Beinen, aber die Narkoseschwester half mir auf dem Weg zum Auto, welches
mein Mann holte, und plauderte mit mir, als wären wir gerade beim
Einkaufsbummel. Ich machte nach einer halben Stunde noch einen kleinen
Spaziergang mit meinem Mann, um den Kreislauf etwas anzuregen und dann
ging es mir wieder richtig gut. Sogar ein kleines Spargelsüppchen konnte
ich am Abend noch essen. Das ging sehr gut und war lecker. Die folgenden
zwei Tage hatte ich mir frei genommen und danach ging ich wieder
arbeiten.
Nun stand nur noch T3 auf dem Plan, zehn Tage nach der OP. Natürlich war
ich wieder aufgeregt, ob alles so passt und funktioniert mit den neuen
Zähnen, aber ich hatte diesmal keine Panik wie bei T1 und habe gleich
die Klingel gedrückt. Zwar gab es ein paar kleinere Probleme, aber Dr.
Eisenberg hatte mich so toll operiert, da war mein Vertrauen einfach
riesengroß und ich hatte keine Bedenken.
Nun lebe ich schon eine Woche mit dem Zahnersatz. Es war anfangs schon
sehr ungewohnt und ich bin nicht sofort in große Freude ausgebrochen.
Die Optik war anders, natürlich viel besser als vorher, aber eben
ungewohnt und Sprechen ging erst mal gar nicht. Aber darauf war ich
vorbereitet durch Frau Dettmann. In der letzten Woche habe ich viel
geübt durch lautes Lesen und Gespräche in der Familie. Essen geht ganz
gut und ich schaue inzwischen richtig gerne in den Spiegel.
Morgen also fahre ich in den Urlaub, glücklich und befreit von diesem
Problem, das ich so viele Jahre in mir getragen habe.
Dafür bin ich sehr dankbar!!!
Angefangen bei Dr. Leu, der die DGO aufgebaut hat und dadurch schon so
vielen Menschen helfen konnte, über Frau Herold und Frau Dettmann und
all die anderen netten Menschen am Telefon bis hin zu den Zahnärzten und
ihren Teams, die Unglaubliches durch ihre Arbeit leisten, vielen, vielen
Dank!
Wenn jemand diese Zeilen liest und so wie ich Phobie-Patient ist, der
dringende Hilfe benötigt, so kann ich denjenigen nur ermutigen zum
Telefon zu greifen und anzurufen. Sie werden es nicht bereuen. In nicht
einmal vier Wochen kann Ihr Problem gelöst sein.
Es wird auf unkomplizierte Art und Weise alles für Sie getan, was
notwendig ist ohne jegliche Vorwürfe. Alle Mitarbeiter der GDO arbeiten
hoch professionell und engagiert und man fühlt sich zu jeder Zeit in
guten Händen. Aber am tollsten fand ich die Erfahrung, dass diese
Professionalität mit großer menschlicher Wärme gepaart ist. Eine in der
heutigen Zeit sehr wohltuende Erfahrung.
P.D. aus Thüringen
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