"Mein Leben hat sich seitdem grundsätzlich geändert."
Frau N.B. aus Nordrhein-Westfalen schrieb
am 30. April 2009:
Seit ich ein Kind bin, beherrschte mich ständig eine Frage: Warum haben
andere so schöne Zähne und ich nicht. Ich kann mich noch daran erinnern,
dass es mir in der Grundschule zum ersten Mal bewusst wurde und ich zu
dieser Zeit schon fürchterliche Angst vorm Zahnarzt hatte.
Trotzdem quälte ich mich über die Jahre immer wieder zu den nötigen
Terminen und musste mir mal gemeine Witze und auch die ein oder andere
"Beschimpfung" anhören. Somit wurde die Angst und das Schamgefühl immer
grösser und die letzten Jahre habe ich Zahnärzte ganz gemieden.
Mein Leben drehte sich nur noch um dieses Thema. Nachts ging ich
schlafen und mein letzter Gedanke drehte sich um meine Zähne, Morgens
Stand ich mit den gleichen Gedanken auf über den Tag hinweg versuchte
ich diesen Gedanken zu verdrängen, was aber meist nicht möglich
war.
Mit der Zeit veränderte sich mein Leben immer mehr. Früher war ich
begeisterte Skifahrerin, spielte Volleyball, war im Schwimmverein Und
jedes Wochenende auf Partys. Die Sportaktivitäten z.B ließen zuerst
nach, denn ich hatte Angst bei Stürzen einen meiner Zähne zu verlieren
und mit der Zeit machte ich mich auch gesellschaftlich rar, denn Ich
hatte Angst zu lachen. Es gibt aus den letzten 10 Jahren definitiv kein
Foto auf dem ich lache. Ich habe einen sehr großen Freundeskreis und
meine Probleme die letzten Jahre erfolgreich kaschiert, allerdings wurde
auch dies immer komplizierter.
Das gleiche Problem hatte ich beruflich. Mit einer sehr guten Position
in einem Lifestyle Unternehmen wurde es zunehmend schwieriger. Gespräche
mit wohlhabenden Kunden wurden immer unangenehmer, denn ich war der
festen Überzeugung, dass man mir mein Problem ansieht.
Obwohl ich oft weinend eingeschlafen bin, oft unkonzentriert war, vieles
in meinem Leben nicht mehr bewältigen konnte, sich plötzlich andere
Ängste aufbauten und es mir völlig bewusst war, dass es die Angst und
Scham vorm Zahnarzt ist, die mich lähmte habe ich es nicht geschafft
eine Praxis zu betreten.
Im November erlebte ich meine persönliche Katastrophe, für die ich heute
dankbar bin. Ich war mit einer Freundin essen und merkte plötzlich wie
vorne alle Zähne wackelten. In den Tagen darauf ergriff mich so die
Panik, dass ich mich umbringen wollte. Da das dann doch keine gute
Alternative war, surfte ich erst einmal im Internet.
Ich stiess auf die Internetseite Zahnarztangst.de und rief zitternd bei
der angegebenen Nummer an. Ein Herr Herold war am Telefon und beruhigte
mich. Unter Tränen berichtete ich Ihm von meiner Angst und er
vermittelte sehr kurzfristig einen Termin in München. Kurz vor dem
Termin telefonierte Herr Herold noch einmal mit mir und nahm mir somit
schon ein Stückchen Angst.
Mit völligem Gefühlschaos stand ich vor der Praxis. Hätte ich nicht für
das Beratungsgespräch nicht vorher bezahlen müssen, wäre ich vielleicht
gegangen. Nicht nur das dieses Honorar völlig gerechtfertigt ist, wenn
man das Ergebnis sieht, sondern es ist bestimmt oft auch der letzte
"Schupser" die Praxis zu betreten.
Mich erstaunte die Atmosphäre. Ich hätte nie gedacht, dass es geruchlose
Praxen mit Wellnessambiente gibt. Keine lauten Geräusche, keine
medizinisches Besteck. Dies macht es nochmals leichter sich zu
beruhigen. Auch als mich Herr Leu begrüßte, war ich sehr erstaunt, denn
mich empfang kein typischer Arzt, sondern ein freundlicher Herr im
Anzug.
In einem seperaten Raum, der vom Ambiente her nichts mit einem
ärztlichen Beratungszimmer zu tun hat, führte Herr Dr. Leu das erste
Gespräch mit mir. Um mir meine Angst zu nehmen, klärte mich Herr Leu
erst einmal darüber auf, wie Angstzustände zustande kommen können und
wie viele Menschen diese Probleme haben. Ich habe mich plötzlich nicht
mehr alleine gefühlt.
Herr Dr. Leu fragte mich, ob er meine Zähne sehen dürfte (aber wir
könnten es auch verschieben) und dadurch, daß ich den Spiegel hielt und
er nur guckte, war das auch schnell und unkompliziert erledigt. Nach
einem Röngenbild erklärte mir Herr Dr Leu, wie es weitergeht, klärte
mich über die Operation, meine möglichen Lösungen und über die Kosten
auf. Zum ersten Mal in meinem Leben verliess ich eine Praxis mit dem
Gefühl: jetzt wird alles wieder gut.
Der Termin für die Operation wurde schnell festgelegt und als
Ansprechpartner standen mir vor allem Herr Herold und Frau Dettmann zur
Verfügung, die mich auch immer wieder beruhigten, wenn das Angstgefühl
mich überkam.
Zusätzlich kamen natürlich etliche Zweifel: Ist das der richtige Weg?
Ist es das Geld wert? Wie sehe ich danach aus? und und und Hinzu kam
natürlich, dass alle Anderen es besser wissen und man auch noch
zusätzlich durch sein Umfeld verunsichert wird.
Trozdem und mit der Überzeugung, dass es der beste Weg für mich ist,
fuhr ich also schon 2 Wochen nach dem Erstgespräch nach Berlin. An dem
Abend vor meiner Operation habe ich schrecklich vor Angst geweint und in
der Nacht kaum geschlafen. Am nächsten Tag ging ich zitternd zur Praxis.
Die behandelten Ärzte stellten sich bei mir vor und Frau Dobrin nahm
mich in den Arm um mich zu trösten. Danach bekam ich das Narkosemittel
und ab diesem Zeitpunkt weiss ich gar nicht mehr, was passiert ist.
Inzwischen muss ich darüber lachen, denn Frau Dobrin erzählte mir, dass
ich eine Brücke, die ich kurz vor der Op verlor, gesucht habe und fragte
mich, ob ich Sie wiedergefunden habe. Ich kann mich daran nicht
erinnern. Irgendwann wachte ich auf und wurde in eine Krankenstation
gebracht, denn ich schlief wegen der langen Narkose nicht im Hotel
sondern im Krankenhaus, damit ich medizinische Betreuung hatte.
Am nächsten Tag fuhr ich in die Praxis und bekam meinen vorrübergehenden
Zahnersatz, denn meine Implantate (für diese Lösung hatte ich mich
entschieden) können erst nach einem halben Jahr gesetzt werden, da sich
mein Knochen erst wieder aufbauen muss.
Dies ist alles nun mehrere Monate her und ich erwarte meine nächste OP
mit Freude. Man mag dies gar nicht glauben, aber es ist so. Mein Leben
hat sich in den letzten Monaten grundsätzlich geändert. Ich schlafe
viel, ich lache laut, ich war nach Jahren wieder Skifahren, ich habe
keine Magenschmerzen mehr, meine Ängste (wie z.B. Flugangst) nehmen ab,
ich gehe gerne mit Freunden essen, gucke mir völlig gelassen Sendungen
über Zähne im Fernsehen an, u.s.w. All die Dinge die mir vorher Angst
machten, oder Situationen denen ich aus dem Weg ging, sind nicht mehr
von Bedeutung.
Ich werde oft von Kunden oder Bekannten gefragt, was ich an mir
verändert hätte. Viele kommen gar nicht darauf, dass es die Zähne sind.
Häufiger wird eher auf einen neuen Job oder eine neue Liebe etc. getippt
Dabei ist es ganz einfach: ich lache und das besonders viel und gerne!
Keiner (ausser meine besten Freunde) hat bis jetzt gemerkt, dass dies
nicht meine echten Zähne sind und ich bin glücklich und erleichtert,
dass ich diesen Schritt gegangen bin und es so toll aussieht. Schade,
dass ich es nicht vorher geschafft habe und soviel Zeit verschwendet
habe.
Als ich letzte Woche zu Herrn Dr Leu in die Praxis musste, bin ich
völlig angstfrei dort hin gefahren zu einem ganz entspannten und netten
Gespräch. Ein unbeschreiblich gutes Gefühl!!!
Ich möchte natürlich allen Danke sagen, die mich betreut haben und bis
an diesen Punkt gebracht haben. Vor allem Herrn Herold, Dr Leu, Frau
Dettmann und Frau Dobrin.
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